Zu spät

Ich gebe es nur ungern zu, aber ich neige zu Vorurteilen. Ich  hatte wirklich angenommen, dass anständige Rassistinnen und Rassisten, die pro Deutschland eingestellt sind, auf  klassische Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gewissen Wert legen. Doch stattdessen kam der erfreulich kleine Trupp über eine Stunde zu spät zur eigenen Demonstration. Auch hatten die meisten offenbar ihre RassistInnenfahnen vergessen, so dass sie vor lauter Verlegenheit mit Flaggen der freiheitlich und demokratisch verfassten pluralistischen Bundesrepublik wedelten. Haben wohl gedacht, das merkt keiner.

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Nachtrag: Natürlich schwebte kein roter Pfeil über der Kreuzung Yorck- und Großbeerenstraße. Den habe ich in das Bild montiert, da die Rassistinnen und Rassisten darauf nur schwer auszumachen sind. Ich hätte sie natürlich besser photographieren können, wenn ich näher rangegangen wäre. Ich Dummerchen.
Noch ein Nachtrag: Auch dieser Beitrag hat leider einen Hannoverbezug – das einzige RassistInnenbanner war eines der „Hannover Division“ eines Vereins namens „German Defence League“. Über den Namen werde ich vermutlich noch eine ganze Weile blöde kichern müssen.

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Ein sonniger Sommersonntag

An heißen Tagen wie diesem ist man gut beraten, körperliche Aktivität in die Tagesrandzeiten zu verlegen. So bin ich heute zu einer für den Sonntag recht frühen Stunde aufgestanden und habe einen kleinen Spaziergang unternommen und mich daran gefreut, wie sich Kreuzberg friedlich und noch etwas schlaftrunken in der Morgensonne zu räkeln schien.

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