Sprottenalarm, links

Dieses Internet ist ein Medium für so dies und jenes – Spott ist ein wesentliches Element. Nachdem nun der Hohn über den Twitterbrief des Johannes S. aus M. abgeklungen ist machen sich heute viele Leute über einen musikalischen Wahlwerbespot der CDU in meinem alten Heimatland Niedersachsen lustig.
Ich bin, das ahnen oder wissen die meisten meiner Leser, nicht nur Niedersachse, sondern auch Sozialdemokrat aus tiefer Überzeugung. Ich hoffe sehr, dass Stephan Weil im kommenden Jahr Ministerpräsident wird. Natürlich habe ich sofort gesehen, dass der Fisch ab 2:23 auf keinen Fall eine Sprotte ist. Dennoch muss ich gestehen, dass mich dieser CDU-Spot irgendwie anspricht. Vielleicht mache ich mich mit diesem Bekenntnis völlig zum Obst. Aber was meint Ihr, liebe Leserinnen und Leser, ob mit oder ohne Hannoverbezug?

Nachtrag: Als guter Sozi weise ich natürlich auch noch einmal auf ein brillantes Video des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Genossen Martin Schulz, hin.

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Muskeln und Müll

Ich gebe es zu, gestern war mein erstes Mal. Aber in früheren Jahren führte die CSD-Parade so weit ich weiß auch nicht durch Kreuzberg, das ich bekanntermaßen ungern verlasse. So habe ich mich also zum Willy-Brandt-Haus begeben, das bunte Spektakel und die Bumm-Bumm-Musik auf mich einwirken lassen (es muss doch auch Schwule und Lesben geben, die Country oder Metal mögen) und die Antwort auf die Frage gefunden, wovon all diese Fitnesstudios eigentlich leben.

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Der neue Landesvorsitzende, wenige Sekunden zuvor noch durch eine Baumkrone gezogen, heizte die tanzende Menge an

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und die Straße war gesäumt von fröhlichen Sozis, unter ihnen auch der Zwillingsbruder des Landesvorsitzenden.

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Kaum weniger beeindruckend als der Umzug war übrigens der nachfolgende Einsatz der BSR. Respekt!

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Anmerkung: Da ich während des gesamten Umzuges alle Hände voll zu tun hatte, Gummibärchen und SPD-Material zu verteilen, konnte ich nicht fotografieren. Freundlicherweise hat mir Regina Buge, die das ohnehin viel besser kann, die ersten drei BIlder zur Verfügung gestellt.

Mit langem ö!

Heute habe ich eine großartige Entschuldigung für das Ausbleiben neuer Posts: Ich war vom Morgen bis eben auf den Landesparteitag der Berliner SPD. Es hat mittlerweile keinen Nachrichtenwert mehr, dass Jan Stöß unser neuer Landesvorsitzender ist. Das übrigens freut mich sehr. Und ich bin zuversichtlich, dass es sich irgenwann rumspricht, dass Vokale und Umlaute vor dem Eszett lang ausgesprochen werden. Ist bei dem Mann auch so.

Das schöne Foto zeigt übrigens, wie der neu gewählte Landesvorsitzende die Wahl annimmt, gemacht hat es Michael Kuzina, herzlichen Dank dafür.