Südniedersachsen wie es singt und kickt

Fußball ist toll. Musik ist toll. Aber Fußballmusik ist in aller Regel grauenvoll. Vor jedem internationalen Turnier bringen Profis, Halbamateure und Amateure Songs und Hymnen an den Start, die man schnell auswendig kann und auch im Dreiviertel- bis Vollrausch noch mitgrölen kann. Unlängst ergoss sich in diesem Netz kübelweise Spott über eine ehemalige C-Prominente, deren WM-Song fast so grauenhaft war wie alles von Sportfreunde Stiller.

Doch es gibt eine gute Alternative: Mein diesjähriger WM-Hit stammt eindeutig aus meiner südniedersächsischen Heimat. Dort hat eine mir bis dato unbekannte Combo das bereits in vielen Stadien zu hörende „We’re not gonna take it“ von Twisted Sister auf das Ereignis des Sommers 2014 umgetextet und eingespielt.

A propos Stadion: Der Sportplatz in dem Video kommt mir verdammt bekannt vor. Ich könnte schwören, dass ich da schon das eine oder andere Mal rübergelaufen bin.

Der König ist tot

Ich habe dieses Blog in den letzten Tagen und Wochen etwas vernachlässigt. Das hat verschiedene Gründe, von denen vielleicht sogar an dieser Stelle später zu lesen sein wird.
Vernachlässigt hat die kleine aber an und für sich treue Rätselgemeinde ihrerseits das Rätsel mit der dem Zahn der Zeit zum Opfer fallenden Bierreklame im Hauptgebäude des Flughafens Tempelhof. In meiner alten Heimat übrigens, von der aus ich diesen Blogbeitrag schicke, wäre ein solcher Verfall nur schwer denkbar. Zwar verrottet hier im  Süden Niedersachsens so dies und jenes, beispielsweise ganze Renaissanceschlösser,Bild
doch die Brauereischriftzüge prangen meterhoch und vergleichsweise satt und strotzend wie hier im Dorf meiner Kindheit.
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Dorthin führt übrigens, ähnlich wie im Falle der italienischen Hauptstadt Rom, mehr als nur ein Weg.
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Im Großen und Ganzen ist es hier recht schön, insbesondere natürlich, wenn man die ersten dreißig Jahre des Lebens hier verbracht,mit dem nötigen Abstand sentimentale Erinnerungen entwickelt hat. Dann wird selbst ein öder Bolzplatz zur Stätte der Erinnerung.
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Doch den zu erraten, wäre für die meisten Leserinnen (generisches Femininum, hehe) sicherlich ähnlich schwer wie den eingangs erwähnten Bierschriftzug in Tempelhof.
Daher muss ich für die Quizfrage auf mein Archiv zurückgreifen und frage ganz flach: Was hart es mit diesem kurzbeinigen Rindviech auf sich?
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Sprottenalarm, links

Dieses Internet ist ein Medium für so dies und jenes – Spott ist ein wesentliches Element. Nachdem nun der Hohn über den Twitterbrief des Johannes S. aus M. abgeklungen ist machen sich heute viele Leute über einen musikalischen Wahlwerbespot der CDU in meinem alten Heimatland Niedersachsen lustig.
Ich bin, das ahnen oder wissen die meisten meiner Leser, nicht nur Niedersachse, sondern auch Sozialdemokrat aus tiefer Überzeugung. Ich hoffe sehr, dass Stephan Weil im kommenden Jahr Ministerpräsident wird. Natürlich habe ich sofort gesehen, dass der Fisch ab 2:23 auf keinen Fall eine Sprotte ist. Dennoch muss ich gestehen, dass mich dieser CDU-Spot irgendwie anspricht. Vielleicht mache ich mich mit diesem Bekenntnis völlig zum Obst. Aber was meint Ihr, liebe Leserinnen und Leser, ob mit oder ohne Hannoverbezug?

Nachtrag: Als guter Sozi weise ich natürlich auch noch einmal auf ein brillantes Video des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Genossen Martin Schulz, hin.