Eines Morgens

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einer ungeheuren Schrippe verwandelt.

schrippe

Nachtrag: Das wäre sogar noch als Tweet gegangen. Aber: ¯\_(ツ)_/¯

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Noch mehr RUMMS

Ein guter WUMMS! hallt immer etwas nach. Gestern habe ich den mittlerweile ziemlich steil gegangenen 20-Minuten-Film von JUST aus der detonierenden Berliner Neujahrsnacht präsentiert. Die dort gezeigte Autofahrt des Entsetzens führte durch meinen Stadtteil, doch nicht durch meine unmittelbare Nachbarschaft. Doch hier hat es auch mächtig geRUMMSt. Das belegt ein bestürzendes Video der Bloggerin Jenni Fuchs, das nur wenige Gehminuten von meiner Wohnung entstanden ist. Besonders bemerkenswert: Jenni hat aus Ihrer Wohnung gefilmt – bei geschlossenen Fenstern und Türen.

Ich kenne und schätze Jenni übrigens von verschiedenen Ausflügen hinter die Kulissen der Berliner Museenlandschaft. Aber das ist, man mag es ahnen, eine andere Geschichte.

Nachtrag: Jenni Fuchs hat natürlich auch ein Themenblog zu Museen.

Zubeißen!

Ja, es ist Kreuz mit dieser Bloggerei. Vor lauter Twitter kommt man zu nichts. Dabei gibt es so viele tolle Sachen, die eine ausführliche Würdigung wert wären. Und Menschen. Einer davon ist Gregor. Gregor hat ein Label, also das, was man gemeinhin eine Plattenfirma nennt. Gregor beutet also nicht nur arme wehrlose Künstler aus, sondern lacht auch höhnisch über sie, nachdem er sich vom Handschuhfachdeckel seines Jaguar geschmeidig eine umfangreiche Linie Kokains ins Zentrale Nervensystem gesaugt hat. Contentmafia eben.

Weit gefehlt! Gregor ist nicht nur ein beschämend netter Bursche, sondern auch ein Mann, der von seiner Leidenschaft getrieben wundervolle Musik in wundervoller Form veröffentlicht – Musik, die meilenweit entfernt ist von dem Dreck, den einem die Formatklitschen seit Jahrzehnten um die Ohren senden. Musik, mit der man nicht reich werden kann, aber ein Zeichen setzt wider Mittelmaß und Kommerz. Wer seine zum Teil unfassbar aufwändigen Produktionen nicht kennt – Gregors Laden heißt Sounds of Subterrania. Es ist wenig originell, Gregor und seine Arbeit zu rühmen. Das Geschäftsstellenteam des Verbandes unabhängiger Musikunternehmen – meines derzeitigen Arbeitgebers – hat Gregor vor einem knappen Jahr (also vor meiner Zeit) die Goldene Indieaxt zuerkannt.

All dies wäre erwähnenswert genug, doch einen ham wa noch: Sounds of Subterrania wird in diesem Jahr 15 Jahre alt, und das wird unter dem Motto „Bite it“ mit einem zweitägigen Labelfest gefeiert. Und das, die Freude steigt ins Unermessliche, feiert der in Hamburg ansässige Gregor auch noch in Berlin. Und es geht noch besser: Der ganze Spaß findet auch noch in Fußmarschdistanz von meiner Wohnung statt – die ganze Chose wird sich im Columbia-Club am ebensolchen Damm abspielen.

Neben dem im Trailer auftretenden Reverend Beat-Man werden Action Beat,The Berserkerz, The Blue Screen of Death, Chung, Columbian Neckties, Devil in Miss Jones, Freddy Fischer & his Cosmic Rocktime Band, Gruppe 80, Holiday Fun Club, Kamikaze Queens, Lo Fat Orchestra, Meine kleine Deutsche, The Sewergrooves, The Stilettos, und Trixie Trainwreck am Start sein.

Das alles zu verpassen wäre unklug. Also flink Eintrittsbillets auf Gregors Website geschossen – wir sehen uns dann spätestens im CC.

 

Wild und schön

Aus einer politischen Rede: „Klaus Wowereit hat gesagt: ‚Diese Stadt hat etwas, was man mit Geld nicht kaufen kann. Eine Ausstrahlung, eine Anziehung, eine Wildheit und auch eine Schönheit, wie es sie in dieser Kombination nicht noch einmal auf der Welt gibt.‘ Dabei muss er an Kreuzberg gedacht haben“

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Ich hatte eigentlich geplant, einen längeren Text zu den Menschenbildern am Gebäudekomplex Wilhelmstraße 2-6 zu schreiben, doch das hat sich nun erledigt. In den Kommentaren zum letzten Suchbildbeitrag haben die Leserinnen Cordelia und Gutsy Mama das wichtigste mitgeteilt. So beschränke ich mich darauf, das vollständige Portrait zu posten.

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Und ein neues Ratebild gibtb esnatürlich auch noch. Die Fragen liegen auf der Hand: Was hat es damit auf sich? Oder genauer: Wem gehört der gezeigte Fuß, wer hat es gemalt, wo ist es zu finden, was wisst Ihr sonst noch so dazu? Ich rechne mit einer Auflösung in der nächsten Viertelstunde.

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Hinweis: Die Quadrate in der rechten unteren Ecke sind eine Verpixelung der Signatur.

Zu spät

Ich gebe es nur ungern zu, aber ich neige zu Vorurteilen. Ich  hatte wirklich angenommen, dass anständige Rassistinnen und Rassisten, die pro Deutschland eingestellt sind, auf  klassische Sekundärtugenden wie Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gewissen Wert legen. Doch stattdessen kam der erfreulich kleine Trupp über eine Stunde zu spät zur eigenen Demonstration. Auch hatten die meisten offenbar ihre RassistInnenfahnen vergessen, so dass sie vor lauter Verlegenheit mit Flaggen der freiheitlich und demokratisch verfassten pluralistischen Bundesrepublik wedelten. Haben wohl gedacht, das merkt keiner.

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Nachtrag: Natürlich schwebte kein roter Pfeil über der Kreuzung Yorck- und Großbeerenstraße. Den habe ich in das Bild montiert, da die Rassistinnen und Rassisten darauf nur schwer auszumachen sind. Ich hätte sie natürlich besser photographieren können, wenn ich näher rangegangen wäre. Ich Dummerchen.
Noch ein Nachtrag: Auch dieser Beitrag hat leider einen Hannoverbezug – das einzige RassistInnenbanner war eines der „Hannover Division“ eines Vereins namens „German Defence League“. Über den Namen werde ich vermutlich noch eine ganze Weile blöde kichern müssen.