Kabel? Jau!

Die Colieblingsblogleserin hat Recht: Ich blogge zu wenig. Das ist besonders nachlässig, da ich seit Monaten einen losen Faden respektive ein loses Kabel liegen habe. Der Berliner würde „zu liegen“ schreiben, aber das bin ich ja nun nicht.Ich werde hier dauernd für einen Hamburger gehalten. Das stimmt natürlich auch nicht. Aber das ist eine andere Geschichte.

Und schon wieder habe ich den roten Faden respektive das gelbe Kabel verloren. Ich weiß schon, warum ich so gerne twittere – das 140-Zeichen-Limit diszipliniert ungemein. Aber für die Kabelsache und alles, was daran hängt, wäre das natürlich viel zu kurz. Denn so ein Kabel kommt selten allein. Und wenn doch, dann sucht es, darin dem Menschen nicht unähnlich, nach Anschluss. Das Gegenstück, der Anschlusspartner oder was auch immer, des wunderhübschen gelben Kabels ist ein schwarzen Zylinder.

kabel

Er hat etwa das Format und das Gewicht einer handelsüblichen Halbliter-Bierdose, macht aber deutlich länger Freude. (Haben Sie den Bezug meines Sofas bemerkt? Ja, es ist ein Original aus den Sechzigern.) Denn es macht Musik. Bis zu 15 Stunden,zwischen zwei Kontakten mit der gelben elektrischen Nabelschnur. (Blödes Bild, aber ich lass das erstmal so stehen.) Der Name des Gerätes passt hervorragend zu den Titeln der Frühjanuarseinträge RUMMS WUMMS, Noch mehr RUMMS und Der letzte RUMMS – der drahtlose Lautsprecher aus dem Hause Ultimate Ears, einer Logitech-Tochter für hochwertige Kopfhörer und Lautsprecher, heißt BOOM.

Diesen Namen trägt das niedliche Rundumbrüllerchen zu Recht, es überzeugt durch einen satten und vollen Klang in alle Richtungen, ohne zu basslastig zu sein oder gar an der Leistungsgrenze zu klirren oder zu scheppern. Die Verbindung zur Klangquelle erfolgt via Bluetooth. Das hat in meinem Test mit allen ausprobierten Geräten weitgehend problemlos funktioniert – von aktuellen Windowsrechnern und Androiden über ein iPhone 3GS mit iOS 6 bis hin zu einem angejahrten Telephon mit Android Gingerbread. Nur auf letzterem ließ sich die zugehörige App nicht installieren. Doch die ist ohnehin bis heute nur ein Nice-to-have, wenn man nicht mehr als eine UE BOOM betreiben möchte.

Drinnen klingt das kleine Schwarze (es gibt auch poppigere Farben) beeindruckend, und niemand muss Angst haben, seine BOOM mitzunehmen. Ich habe die Versprechen des Herstellers eulenspiegeloid wörtlich genommen. Keineswegs wasserscheu zeigte sich der fröhliche Musikant und auch ein schwungvollen Roller durch einen ganzen S-Bahn-Wagen reichte nicht einmal für einen kurzen Aussetzer. Doch auch wenn der erste Promo Spin der Sharing-Gedanke der eigenen Lieblingsmusik war, ist aus Gründen der Menschlichkeit von einem Betrieb in öffentlichen Verkehrsmittel abzusehen – jeder, der am Spätmittag schon einmal im M29 und/oder M41 unterwegs war, ahnt das apokalyptische Missbrauchspotenzial.Dem allerdings steht eine gewisse finanzielle Hürde entgegegen – mit einer UVP von knapp 200 und einem aktuellen Marktpreis von etwa 150 Euro kann sich vermutlich nicht jeder Störenfried diese wirkungsvolle Waffe gegen die Stille leisten.

stativ

In der heimischen Wohnung hingegen bieten sich viele ethisch einwandfreie Einsatzmethoden. So weit das Signal trägt, kann man die Musik mit sich umhertragen. Mal eben Musik für die Badewanne oder für den Abwasch das Hörbuch nicht unterbrechen? Kein Problem – Zimmerwände stellen kein Hindernis dar. Und so kann ein ausgedientes Smartphone als Empfänger von Webradio gute Dienste tun. Und eine von verschiedenenen schönen Detaillösungen ist ein Standardgewinde: Auf jeden Photostativ lässt sich die UE-Boom beliebig im Raum platzieren – mit manchem antiken Exemplar kann so ein wohlklingendes Einrichtungsstück entstehen.

Disclaimer: Ich habe die BOOM unentgeltlich zum Testen und Rezensieren von Ultimate Ears bekommen. Eine vorherige Absprache, das Produkt positiv zu bewerten, hat es nicht gegeben und wäre auch mit mir nicht zu machen.

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Flach und gelb

Seit einigen Tagen habe ich das spacigste Micro-USB-Kabel, das ich je gesehen habe. Es ist flach, quietschegelb und eleganter als ich mir jemals hätte ein solches Kabel vorstellen können.

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Und hinter der Sache steckt eine viel größere Entdeckung aus dem Technikbereich. Doch davon später mehr, ich bin gerade ausgiebig am Testen.

Camping und Container

Jede Metropole hat ein Kongresszentrum. Doch wie sich der ehemalige Zentralflughafen Tempelhof dieser Tage zum internationalen Computerkongress  „Campus Party Europe“ präsentiert, das ist schon gediegen. Allein die Campingplätze in den Hangars sind eine verblüffend einleuchtende Idee.

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Und der Gedanke, den ehemaligen Abfertigungsbereich mit handelsüblichen Containern zur Halle zu machen nötigt Respekt ab – vor der Idee, und vor dem Wagemut. Das hätte in diesem Sommer eine verdammt kalte und zugige Nummer werden können.

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Was am ersten Tag hinter den Containern vor sich ging, folgt in einem späteren Beitrag.