Adventskalender

Diese Wilddiebe da veröffentlichen ihr erstes Konzertvideo häppchenweise. Für alle, die dabei waren, hat es gar etwas adventskalenderhaftes. Denn wir wissen, was als, quasi als Höhepunkt hinter dem finalen Türchen, in der letzten Folge passiert. Das wird natürlich nicht verraten. Aber so viel sei verraten: Schokoladensauce und eine Polonaise sind Elemente der Handlung. Hier aber erstmal das Lied zum aktuellen Berlinwetter:

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Neues von den Wilderern

Neulich, auf dem Umweg von Franken nach Berlin, war ich in meiner Waldheimat und habe dort unter anderem Hausmusik gehört – ich habe davon berichtet. Doch von Musik zu erzählen ist das eine, sie zu erleben etwas vollkommen anderes. Daher freue ich mich, dass jetzt ein erstes Video von dem Wilddiebsabend am Solling durchgesickert ist, an dem ich mich nicht allein erfreuen möchte:

Nachtrag: Die famose Band of Poachers würde gerne Mal in Berlin auftreten. Veranstalter vor!

Insekten und Nagetiere

Die idyllische Waldheimat und ihre Musik liegen hinter mir, die Großstadt hat mich wieder, Noch bin ich nicht wieder völlig akklimatisiert, aber ich arbeite daran: Heute Mittag gab es Döner mit scharf, Salat komplett, und dazu gute einheimische Musik auf die Ohren. Zwar können nicht alle Menschen aus Neukölln sein, aber in jedem von uns schlummert ein Nagetier.

Hausmusik am Waldesrand

Es ist ja nicht alles schlecht an diesem nasskalten Mistwetter. Die famose Band of Poachers hätte gestern eigentlich gestern einen Freiluftauftritt (zu meiner Zeit hieß das noch „Platzkonzert“) in Göttingen haben sollen. Doch dieser Gig ist, um die beiden nächstliegenden wie armseligsten Wortspielchen zu nehmen, ins Wasser gefallen respektive geplatzt. Nun waren allerdings die Gitarren schon geölt und vorgewärmt. So machten meine alte Freundin Marion, ihr Bruder Michael (Foto) und die anderen vier  während des Auftritts im unfotografierbaren Dunkeln arbeitenden Wilddiebe im Wortsinne ein Fass (Früh Kölsch)  auf und luden in die Waldheimat zur Hausmusik. Lange Geschichte kurz: Es war großartig!

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Und warum jetzt genau?

„Nur ein Blog gehört wirklich Dir im Internet – alles andere ist nur geborgt. Nur ein Blog ist unter deiner Kontrolle. Ich möchte, dass wir zusammen eine Renaissance des Blogs veranstalten, eine Renaissance der selbstkontrollierten Homepage! Macht 2012 zum Jahr der Blogs! Tragt diese Botschaft hinaus in die Welt: Bloggen! Liebe SocialMediaRockstarConsultantPeople, springt über Euren erbärmlichen Schatten und erzählt Blogs! Es bloggen einfach noch nicht genug Leute. Tragt die Botschaft in die Welt: Macht ein, zwei, viele Blogs!“ – es war ein flammender Appell, den Sascha Lobo vor ein paar Tagen bei der Re:publica 12 an seine Zuhörer richtete. An meinem Endgerät gehörte auch ich zu Lobos Publikum.

Ich bin kein großer Freund des Pathos, aber bei diesem Lobo weiß man ja sowieso nicht immer, ob das alles so ernst gemeint ist oder diverse Male ironisch gebrochen. Und die Grundthese hatte er Tage zuvor auch schon deutlich weniger pathetisch in seine SpOn-Kolumne „Mensch-Maschine“ dargelegt und ausgeführt. Es ist eine dieser Binsen, die man sich immer wieder klar machen muss: Es ist nichts umsonst. Der Landwirt stellt seinen Schweinen nicht aus reiner Tierliebe Stall und Futter zur Verfügung – und der Herr Zuckerberg uns Facebook-Nutzern ebensowenig die Serverkapazitäten. Wir bezahlen mit unseren Daten. Und mehr noch: Firmen wie Facebook behalten sich vor, uns manches zu erlauben, anderes hingegen zu verbieten.

Selbst zu bloggen heißt natürlich nicht, alles andere zu lassen. Microblogging empfinde ich als eine eigenständige Kunstform und Facebook ist so etabliert wie das Tragen von Hosen. Aber ich will meinen Beitrag leisten, 2012 zum Jahr des Blogs zu machen. Zumindest probiere ich das jetzt mal aus. Und eines verspreche ich: Es wird hier keine Katzenbilder geben.

Den eingangs genannten Vortrag von Sascha Lobo gibt es hier, der Appell für mehr Blogs kommt nach gut 24 Minuten, aber der Vortrag ist auch sonst hörenswert.