Hansanogate

Im Supermarkt eine Abgeordnete gesehen. Milch hat sie gekauft, die saubere Frau Volksvertreterin. ZWEI LITER! Jetzt müssen ganz viele kleine Kätzchen verdursten. Und bezahlt diesen Irrsinn? Natürlich der Steuerzahler, und damit wir alle. Aber der deutsche Michel lässt sich ja alles gefallen. Naja, jedes Volk bekommt halt die Politiker, die es verdient. Aber an die Kinder denkt mal wieder niemand.

Ein wichtiger Nachtrag des treuen Lesers Christopher B.: Und die Systempresse schweigt.

Ein Berliner im wilden Kurdistan

In letzter Zeit wird im Fernsehen relativ viel Fußball gezeigt. Das gefällt mir. Und auch in den zwischen die Spiele gequetschten Nachrichtensendungen ist das schöne Spiel das Hauptthema. Das ist natürlich blöd. Denn auch außerhalb der Sportplätze Brasiliens geht das Weltgeschehen weiter, zum Teil gar dramatisch. Im Nahen Osten erobern ISIS-Terroristen ganze Landstrichte, die Irakische Armee hatte ihnen nur wenig entgegenzusetzen. Im Norden des Irak stellen sich Kurdische Peschmerga-Truppen den Islamisten in den Weg, offenbar mit Erfolg.

Von dort habe ich bislang noch keinen Bericht deutscher Massenmedien wahrgenommen. Doch in die Bresche ist ein Berliner Freelancer gesprungen. Der Allroundkönner Enno Lenze (Verleger, Blogger, Bunkerbesitzer, Flammenstiefelträger) ist mit seinem Kollegen Enno Heidtmann hinter den Linien unterwegs.

Die beiden berichten nicht nur aus den Städten wie Erbil oder Kirkuk – sie führen exklusive Interviews mit hochrangigen kurdischen Militärs, lernen Peschmerga-Kämpfer kennen und wagten sich kürzlich bis an die vorderste Front vor. Ich empfehle dringend, diese Nachrichten aus dem möglichen Werden eines Kurdischen Staates aufmerksam zu verfolgen. Diese sind auch ohne Anmeldung bei Twitter über den Account @ennolenze minutenaktuell einzusehen. Ausfühlicheres gibt es in Ennos Blog unter ennolenze.de.

Ich wünsche den Ennos, dass sie wohlbehalten zurückkehren und freue mich über ausführliche Berichte und Einschätzungen.

Video unter CC-BY Lizenz von Enno Heidtmann und Enno Lenze

Sprottenalarm, links

Dieses Internet ist ein Medium für so dies und jenes – Spott ist ein wesentliches Element. Nachdem nun der Hohn über den Twitterbrief des Johannes S. aus M. abgeklungen ist machen sich heute viele Leute über einen musikalischen Wahlwerbespot der CDU in meinem alten Heimatland Niedersachsen lustig.
Ich bin, das ahnen oder wissen die meisten meiner Leser, nicht nur Niedersachse, sondern auch Sozialdemokrat aus tiefer Überzeugung. Ich hoffe sehr, dass Stephan Weil im kommenden Jahr Ministerpräsident wird. Natürlich habe ich sofort gesehen, dass der Fisch ab 2:23 auf keinen Fall eine Sprotte ist. Dennoch muss ich gestehen, dass mich dieser CDU-Spot irgendwie anspricht. Vielleicht mache ich mich mit diesem Bekenntnis völlig zum Obst. Aber was meint Ihr, liebe Leserinnen und Leser, ob mit oder ohne Hannoverbezug?

Nachtrag: Als guter Sozi weise ich natürlich auch noch einmal auf ein brillantes Video des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Genossen Martin Schulz, hin.

Wild und schön

Aus einer politischen Rede: „Klaus Wowereit hat gesagt: ‚Diese Stadt hat etwas, was man mit Geld nicht kaufen kann. Eine Ausstrahlung, eine Anziehung, eine Wildheit und auch eine Schönheit, wie es sie in dieser Kombination nicht noch einmal auf der Welt gibt.‘ Dabei muss er an Kreuzberg gedacht haben“

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Gedenken, reinrassig

Dass der Bundespräsident zum Gedenken an die Pogrome in Rostock Lichtenhagen ausgerechnet eine Eiche pflanzen musste, war ja so bizarr, dass man fast darüber hätte grinsen können. Was Leftvision in diesem Video dokumentiert, ist das Gegenteil von lustig. Es ist zum Weinen. Oder zum Schreien. Je nach Gemütslage.