Hansanogate

Im Supermarkt eine Abgeordnete gesehen. Milch hat sie gekauft, die saubere Frau Volksvertreterin. ZWEI LITER! Jetzt müssen ganz viele kleine Kätzchen verdursten. Und bezahlt diesen Irrsinn? Natürlich der Steuerzahler, und damit wir alle. Aber der deutsche Michel lässt sich ja alles gefallen. Naja, jedes Volk bekommt halt die Politiker, die es verdient. Aber an die Kinder denkt mal wieder niemand.

Ein wichtiger Nachtrag des treuen Lesers Christopher B.: Und die Systempresse schweigt.

Nachdenken über Holland.

Ich habe noch vor keinem großen Fußballturnier so wenig Vorfreude verspürt wie in diesem Jahr. Aber am Ende schaue ich natürlich wie alle anderen doch und hoffe wie alle anderen auch, dass sich für dir deutsche Mannschaft vor dem Ausscheiden gegen Italien oder Spanien doch die Möglichkeit ergibt, Holland wegzuhauen. Doch das, also dieses Holland-Ding, bietet eine Menge Stoff zum Nachdenken.

Schon der Name. Natürlich müsste es heißen „Die Niederlande“, sind doch vermutlich auch Spieler aus beispielsweise Friesland, der Drenthe oder Maastricht zugelassen. Der größte Spieler in der Niederländischen Fußballgeschichte war allerdings tatsächlich ein gebürtiger Holländer. Ich habe Johan Cruyff einmal leibhaftig spielen sehen, Anfang der Achtziger in einem Trainingsspiel von Ajax in Nordwijk. Cruyff, damals schon nicht mehr der Jüngste, wurde noch in der ersten Hälfte ausgewechselt und hat keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, wohl aber ein Nachwuchsspieler, ebenfalls gebürtiger Holländer, namens Frank Rijkaard. Dieser sollte sich später große Verdienste um die deutsch-holländische Fußballrivalität machen, indem er, die Älteren werden sich erinnern, unseren Nationalhelden Rudolf Völler ungeahndet anspuckte, 1990 war das, im Achtelfinale in Mailand.Spätestens da hätte den englischen Fans und Journalisten klar sein müssen, dass für uns deutschen Fußballfreunde Holland der Lieblingsrivale ist, so sehr sie auch ihre Gegnerschaft zu den Krauts betonen.

Doch der besagte Einsatz Rijkaards blieb wirkungslos – die Unsrigen gewannen das Spiel und wurden Weltmeister – zum bislang letzten Mal, 24 Jahre ist das nun auch schon wieder her. Überhaupt hat den Holländern, obwohl sie großartige Mannschaften hatten, der Einsatz nie den ganz großen Erfolg gebracht – sie wurden dreimal Vizeweltmeister ohne einmal den Titel zu erringen. Ein trauriger Rekord.

Nun gab es neulich für die holländische (ich zieh das durch) Fußballgemeinde eine gute Nachricht: Rafael van der Vaart wird dem Turnier in Brasilien fernbleiben. Doch das wird vermutlich nicht reichen, um den Männern in den orangefarbenen Leibchen den ersehnten ersten Weltmeistertitel zu holen. Doch einen bemerkenswerten Beitrag aus Holland zur WM gibt es bereits. Die Europop-Legenden Vengaboys habe ihren schon etwas angestaubten Partyknaller „2 Brazil“ recycled. Das Video ist von den Medien ausgesprochen wohlwollend aufgenommen worden, und ja, es bietet seinerseits einigen Stoff zum Nachdenken.

 

Triggerwarnung statt Trittbrett

„Die Pöhler“ schwimmen auf einer Welle des Erfolgs. Das Medienecho auf die Südhannoversche Fußballversion von „We’re not gonna take it“ könnte zum Sommerhit werden, wenn die deutsche Mannschaft weit kommt. In diesem kleinen Blog hat der letzte Beitrag mächtig eingeschlagen und nie gekannte Zugriffszahlen gebracht. Das hat mich nicht überrascht, hatten die drei Beiträge über die Band of Poachers aus meiner Waldheimat seinerzeit auch schon ziemlich gute Zugriffszahlen.

Auch wenn ich nur gelegentlich, also viel zu selten, blogge, freue ich mich über Publikumsinteresse. Das einfachste wäre jetzt natürlich, gemütlich auf dem Trittbrett der Pöhler rumzustehen und weiteres Material zu verbloggen. Doch wer mich kennt, der weiß, dass ich den einfachsten Weg nur selten gehe. Aber ganz so schwer mache ich es mir diesmal auch nicht – ich präsentiere ein weiteres Zeugnis der Musikaltät meiner Heimat. [Triggerwarnung: Sexismus, Lookism, Keyboard, Ostfälisch]

Wie auch im Pöhlerfalle ist gut zu erkennen, dass das gute Einbecker Bier eine gewisse Rolle im Entstehungsprozess gespielt hat. Und in einem der Musiker glaube ich einen ehemaligen Mitschüler zu erkennen, der aus dem gleichen Dorf wie die Poachers kommt. Irgendwie hängt immer alles mit allem zusammen.

Die Parade der Lieblingstassen

Ich neige zur Redundanz. Außerdem wiederhole ich mich ziemlich oft. Und ich mache manchen Scheiß mit. Das führt heute dazu, dass ich ein Foto poste, das ich hier bereits im Mai 2012 veröffentlicht habe:

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Der Grund ist einfach: Der hervorragende Stefan Evertz hat auf seinem hervorragenden (-> Redundanz) Blog hirnrinde.de eine Blogparade ausgerufen und andere Bloggerinnen aufgerufen, ihre Lieblingstassen zu zeigen.

Warum nun mag ich diese Teetasse – als Norddeutscher nenne ich diese Sorte Gefäß zwar eher „Muck“ – ganz besonders? Dafür gibt es aus meiner Sicht eine ganze Anzahl von Gründen (die Reihenfolge ist keine Rangliste):

1. Ich bin ausgesprochen anglophil. Ein US-amerikanischer Test hat ergeben, ich sei so britisch wie Stephen Fry, vor Buckingham Palace Corgis ausführned.

2. Der Becher ist ein wunderschönes Beispiel für eine Gestaltungskunst, wie sie auf unserer Seite des Kanals nur selten auszumachen ist.

3.Sie erinnert mich an der Ort, wo ich sie gekauft habe, nämlich Brighton – eine der faszinierendsten Städte, die ich je bereisen durfte und die selbst viele Engländer befremdet.

4. Sie ist unersetzlich. Ich liebe meinen Fußballklub. Aber wenn mir eine Tasse mit seinem Emblem aus der Hand rutscht und zerschellt, so kann ich mit ganz schnell eine neue kaufen. Das geht im Falle von „Liz“ eben nicht.

5. Es ist für mich ein Zeichen von Kultiviertheit, spezielle Mucks für Tee zu haben und ihn nicht aus Kaffeebechern zu trinken.

6. In Zeiten permanenten Wandels und oftmals quälender Ungewissheiten gibt mir der Anblick einer Frau, die seit über 60 Jahren hochprofessionell ihren Job macht, Halt und Trost.

Nachbemerkung: Das Foto hat einen entscheidenden Fehler – aber ich hatte weder Zeit noch Muße, ein neues anzufertigen. Wer sieht, was nicht stimmt?

Cute, isn’t it?

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Yes it isn’t. Eigentlich müsste ich an dieser Stelle über die neuesten Entwicklungen hinsichtlich des in nur wenigen Tagen beginnenden „Bite it“ Labelfestes im Columbia Club berichten – der gute Gregor haut auch im Akkord sehenswerte Trailer raus. Aber versprochen ist versprochen – in diesem Blogpost musste der im vorigen Eintrag angekündigte Orang Utan vorkommen. Das hätten wir. Doch was hat es mit diesem Bild auf sich. Nun, ich fand es eines Tages an meiner Wohnungstür vor, zusammen mit einem Jahresvorrat an eingeglastem Rotkohl und einer Karte, auf der sich mein Nachbar David mit überaus reizenden Worten verabschiedete. Denn David ist ein notorischer Auswanderer: Ursprünglich aus Toronto stammend hatte er Berlin in Richtung einer weitaus aufregenderen Stadt verlassen und eine Stelle in Bogotá angetreten (fresst das, Hipster!).

David ist super im Kartenschreiben. Kurz vor der Niederschrift des vorigen Blogposts erreichte mich eine Ansichtskarte mit Urlaubsgrüßen aus Salvador da Bahia.

davekarte

Und als wäre das nicht schon aufregend genug, erkundigte sich David nach dem Befinden eines weiteren Bewohners meines Hauses – nämlich des auf Facebook und Twitter zu einiger Popularität gekommenen #Arschlochkindes. Obwohl David, Pädagoge aus Leidenschaft, in einem anderen Flügel (übrigens in der ehemaligen Wohnung von Molly Luft, aber das ist eine andere Geschichte) wohnte und so das Ambosswerfen, die Skistiefelpolka und das Scherbenbowling gar nicht über seinem Kopf stattgefunden haben können, hat der kleine Racker nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Er nennt ihn übrigens „der kleine Vampire da oben“.

Kehraus

Das Jahr geht zu Ende, ein in mancher Hinsicht bemerkenswertes Jahr. Ich habe begonnen zu bloggen, phasenweise mit hoher Frequenz, zuletzt allerdings eher seltener, nicht zuletzt, weil ich meine Twitterei intensiviert habe. Dass das nicht unproblematisch ist, zeigt Johnny Haeusler in einem aktuellen Post auf Spreeblick, womit sich gewissermaßen ein Kreis schließt zu den Gründen, warum ich im Frühjahr mit diesem Blog begonnen habe.
Wie dem auch sei, manches blieb ungebloggt, oft aus Zeitmangel, Ablenkung oder oh, seht nur, eine Kätzchen, haha, wie niedlich.
So ein Jahreswechsel, während draußen Kreuzberg zu detonieren scheint, kann Anlass sein, einmal die Dropbox durchzusehen und das ein oder andere doch noch zu teilen.
So erlebte ich beispielsweise von einem Hoteldach aus einen unfassbaren Barockhimmel über meinem Sehnsuchtsort Bamberg.
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Bei der Social Media Week wurde ich mit dem ultimativen Gadget bekannt gemacht. Einem Akkuschrauber mit Aufsätzen zum Korken aus der Weinflasche ziehen und zum Gewürze mahlen.
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Hätte ich das man vor Weihnachten gebloggt, vielleicht hätte ich dann…naja, bin sowieso eher Biertrinker und die Hälse von Bierflaschen lassen sich ganz gut mit meiner klobigen Schlag(harhar, ein Kalauer)bohrmaschine abschlagen.
Auch eine Erweiterung des Themenspektrums wird erst im nächsten Jahr vollzogen werden: Nachdem ich das Thema „Ernährung“ bislang allenfalls achtelherzig betrieben hatte, gab es die Absicht, die Lebensmittelabteilung deutlich auszubauen. Dazu habe ich eifrig Zeug zubereitet, photographiert und gegessen, allerdings nichts davon veröffentlicht. Gewissermaßen als Vorschuss kommt hier schon mal ein Bild einer Portion Discounternudeln:
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Nach all diesen Versäumnissen zum Abschluss ein Erfolg: Die Quizreihe mit den Bildern aus Berlin fand großen Zuspruch. So beende ich dieses Jahr mit der Frage: Wo in Berlin ist denn das nun schon wieder. Lasst Euch mit der Antwort ruhig Zeit bis 2013. Kein Rutsch.
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Und das nicht nur zur Weihnachtszeit

Ich bin, das gebe ich unumwunden zu, kein großer Freund von Weihnachten. Doch für meinen geliebten FC mache ich natürlich eine Ausnahme und enthalte meinen Leserinnen dieses Weihnachtsvideo nicht vor. Dies mache ich besonders gerne, da Markus Thorandt eine zentrale Rolle spielt – und das einfach umwerfend. Denn der ist nun mal mein Lieblingsspieler, und das nicht nur zur Weihnachtszeit.