Coelho und Chuzpe

Es ist immer leichter, einen Verriss zu schreiben, als zu loben. Und natürlich gibt es eine genze Menge zu kritisieren an dieser Campus Party Europe. Die optische Präsenz des Hauptsponsors ist tatsächlich aufdringlich und penetrant. Die Ordner sind in der Tat ein Haufen finsterer und ungehobelter Grobiane. Und die Cateringpreise spotten wirklich jeder Beschreibung (4,50 Euro für einen Döner. Am Platz der Luftbrücke. Ich lache immer noch.)

Auch über das inhaltliche Konzept könnte man ausgiebig debattieren, wenn es denn überhaupt eines gibt, oder über einen weitgehend unpolitischen und allenfalls merkantil interessierten Digitalhedonismus. Aber die Keynotes sind bis hierhin großartig. Bis kurz vor eben spielte Israels Internetunternehmerlegende Yossi Vardi mit seinen Zuhörern geistiges Katz-und-Maus, unter anderem wies er auf den oft unterschätzten Erfolgsfaktor Chuzpe hin.

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Und als gestern 500 junge Menschen gebannt Paulo Coelho lauschten, der sein Credo von der Bereicherung durch Teilen verkündete, da fühlte ich mich an einen Kirchentag erinnert.

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Und eine Großartigkeit lässt sich gar nicht genug zu betonen: Ich schreibe diese Zeilen ziemlich genau an der Stelle, an der Billy Wilder unter anderem mit James Cagney und Hotte Buchholz die Schlusszene von „Eins, zwei, drei“ gedreht hat, per Glasfaserkabel mit der ganzen Welt verbunden.

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