Pussy Riot zum Dritten

Der letzte Kanzler, den meine Partei gestellt hat, hat in einer Fernsehsendung die Frage, ob der Despot Putin ein „lupenreiner Demokrat“ sei, bejaht. Inzwischen ist er nicht mehr Kanzler sondern steht im Sold eines halbstaatlichen russischen Unternehmens.Offenbar schämen sich viele Sozialdemokraten für Genossen Schröder, Gerhard im dunklen Keller. Zumindest waren keine auf der Demonstration für die Freiheit von Pussy Riot auszumachen. Dabei wäre dies ein guter Anlass gewesen, öffentlich zu zeigen, dass die Partei August Bebels und Willy Brandts auf der Seite der politisch Verfolgten steht und nicht auf der Seite eines Regimes, das Widerspruch gegen Staat und Kirche, das offen gelebte Homosexualität mit harten Strafen bedroht. Andere Parteien waren mit prominenten Frauen und Männern vertreten. Für die Bundesregierung sprach deren Menschenrechtsbeauftragter Markus Löning, Halina Wawzyniak sagte für die Linkspartei kluge und wahre Worte und selbst Renate Künast war aus der wohlverdienten Versenkung auferstanden und redete Klügeres als noch im Landeswahlkampf. In mehreren erfreulich kurzen und daher eindringlichen Botschaften bekannten sich NGOs und Initiativen wie Amnesty International und der Berliner CSD e.V. zu den elementaren Menschenrechten, Ich hätte gerne auch meine Partei und die Gewerkschaften bei der Kundgebung gesehen und vor allem gehört.

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Nachtrag: Die Piraten waren auch nicht da.
Noch ein Nachtrag: Ich bin darauf hingewiesen worden, dass doch Piraten da waren. Dafür herzlichen Dank. Die anwesenden Piraten sind nicht als Partei oder Fraktion aufgetreten und es hat solange ich anwesend war kein Vertreter von Partei oder Fraktion auf der Kundgebung gesprochen. Also wie bei den  beiden (?) Sozis.

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5 Gedanken zu „Pussy Riot zum Dritten

  1. Warum von der SPD niemand gesprochen hat? Wird wohl an Gerhard Schröder gelegen haben. Man hätte die SPD wahrscheinlich ausgebuht. Sehen Sie es mir nach, aber an solchen Tagen hätte ich große Lust wieder einmal die alten Hochverräter-Paragrafen aus dem Kaiserreich und der Weimarer Republik aufleben zu lassen. Hätte doch was, ein Prozess wie der gegen Liebknecht 1907 in all seiner fragilen Schönheit…

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